Ivan in Abstracts

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Ein fotografisches Triptychon über Medien, Rauschen und den Zerfall des Selbst

SIGNALVERLUST

Weißes Rauschen

Ich atmete,
bis mein Atem zu Flimmern wurde.
Ich sah,
bis mein Blick nichts mehr erkannte.
Ich hörte,
bis die Stille lauter war als Wahrheit.

Schritt für Schritt
löschte das Rauschen meine Haut,
meine Gedanken,
meinen Namen.

Jetzt bin ich
nichts
als ein Signal,
das niemand ausgeschaltet hat.

Projektbeschreibung:

In einer Welt, in der Information jederzeit verfügbar ist, wird das Rauschen zur Konstante.
Die Serie „Signalverlust“ zeigt in zwölf Bildern die Metamorphose eines Menschen unter dem Einfluss permanenter medialer Reizüberflutung.

Was als visuelle Neugier beginnt – ein Blick auf den Bildschirm, ein Sog in ein Bild – entwickelt sich zur Entfremdung: vom Raum, vom eigenen Körper, vom Ich.

Die Bildfolge bewegt sich von farbiger Realität hin zum monochromen Nichts.
Das Weißrauschen frisst zuerst das Umfeld, dann den Blick, schließlich die Identität.
Die Haut wird zur Fläche, der Blick zur Antenne, der Mensch zur Projektionsfläche.

Künstlerisches Ziel

Die Frage ist:

Wie viel Input braucht ein Mensch –
und ab wann beginnt er, sich selbst zu verlieren?

Die Arbeit ist in drei Akte gegliedert:
Signalverlust – Sinnverlust – Selbstverlust

Sie erzählt von der stillen Transformation, wie sie täglich geschieht:
unmerklich, schleichend – bis nichts mehr bleibt außer einem Bild.
Und selbst das ist nur noch ein Echo.

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